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ITK-Branche lässt die Jugend im Regen stehen
Eintrittsalter 16 Jahre: Am vergangenen Samstag konnten viele Jungendliche die weltgrößte IT-Messe Cebit in Hannover nicht besuchen. Die Enttäuschung und Wut der Jüngeren stand vielen ins Gesicht geschrieben. Ein Lars Windhorst, einst gefeierter und später freilich gefallener 15jähriger Jungunternehmer (go.crn.de/8) stünde heute vor verschlossenen Messetoren. Es steht nicht gut, um die IT-Branche, Jungen und Mädchen in ihrer Technikbegeisterung zu unterstützen oder sie gar als künftige Arbeitskräfte frühzeitig für eine Zukunftsbranche zu gewinnen. Dabei wäre letzteres angesichts des seit Jahren bestehenden Fachkräftemangels dringend nötig.
2009 ist die Zahl der Ausbildungsplätze in den IT- und TK-Unternehmen um satte 13 Prozent auf 14.817 zurückgegangen. Das ist der erste Rückgang von Ausbildungsverträgen seit Jahren. Die Wirtschaftskrise trifft ausgerechnet junge Menschen, die am Anfang ihrer beruflichen Orientierung steht und der immer wieder die Zukunftsträchtigkeit der ITK-Branche vor Augen geführt wurde. Die beruflich Verantwortung tragende Generation stellt einmal mehr ihre Unverantwortlichkeit heraus. Neben der Sanierung von Unternehmen auf Kosten ihrer Angestellten kommt die Verweigerung hinzu, in die Ausbildung junger Menschen zu investieren. Eine Zukunftsplanung ist das nicht. Die Nachwuchsprobleme seien weitgehend selbstgemacht, schreibt die IG Metall in ihrer Publikation »Entgelte in der ITK-Branche 2010«.
Martin Fryba
Chefredakteur Online
martin.fryba@crn.de
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